ROCHENLEDER – GALUCHAT – SHAGREEN – PERLROCHEN

ROCHENLEDER – GALUCHAT – SHAGREEN – PERLROCHEN

EIN EINZIGARTIGES MATERIAL

Rochenleder, auch Shagreen oder Galuchat genannt, ist ein Material, das halb zwischen Leder und Mineral liegt und von verschiedenen Familien der Rochen stammt. Es ist der mit Perlen besetzte Mittelteil des Tierrückens, der es so besonders macht. Die Perlen bestehen aus einer Art Zahnschmelz, dem gleichen Material wie unsere Zähne, und sind damit das härteste bekannte Leder.

Stachelrochenhäute werden in ganz Südostasien gesammelt, stammen aber im Wesentlichen aus Indonesien. Sie sind die Ausbeute einer seit langem etablierten, nicht-industriellen Tradition der Nahrungsfischerei. Die medizinischen Eigenschaften des Rochenskeletts und einiger seiner inneren Organe machen sie für die pharmazeutische Industrie begehrt. Häute für feines Lederhandwerk sind somit ein Nebenprodukt dieser Praxis, die nichts verkommen lässt.

Um sie vor dem Verfall zu bewahren, werden die Häute nach der Entnahme mit hochwertigem groben Salz imprägniert und so schnell wie möglich in die Gerberei gebracht. In diesem Stadium garantiert schnelles Arbeiten die bestmöglichen Gerbungsergebnisse.

Bevor die Häute gegerbt werden, werden sie nach Geschlecht und Größe getrennt. Dann werden die noch sehr rauen Wülste abgeschliffen, um die Haut zu glätten und ihr das "Galuchat-Finish" zu geben. Die Rückseite wird abgeschabt, um den Überschuss an Fleisch und Fett loszuwerden, bis die Haut nicht dicker als 1,5-2 mm ist. Diese Arbeit ermöglicht es auch, den Verbrauch von Wasser und Farbstoffen zu minimieren, die in der nächsten Phase benötigt werden.

Der Gerbungsprozess besteht darin, dass die Häute in Holzkassetten eingeweicht werden, die mit einer Mischung aus reinem Wasser, Chemikalien und Farbstoffen gefüllt sind, die von renommierten europäischen Partnern bezogen werden. Diese Phase kann bis zu viermal wiederholt werden und beinhaltet in unserem Fall viel größere Mengen an Farbstoffen als bei einer Standardgerbung und dauert bis zu zwei Wochen. Wir nennen diesen Prozess "Tiefenfärbung", da er bis in den Kern des Leders und der Perlen reicht. Wenn der Gerber mit dem Ergebnis zufrieden ist, sind keine weiteren Farbspritzungen mehr nötig und die Häute haben auf beiden Seiten eine satte und lebendige Farbe erhalten.

Der letzte Schliff wird mechanisch mit einer Baumwollschwabbelscheibe vorgenommen. Hier erhalten die Häute ein halbmattes Finish, das sehr natürlich wirkt, und durch den ersten Schliff erhalten die Wülste eine leicht gerundete Form und einen sehr weichen Griff. Nunmehr kann die Bewertung und Klassifizierung der Häute erfolgen.

Von dem Tag an, an dem die Häute in der Gerberei angeliefert wurden, vergeht fast ein Monat, um die einzigartige Qualität zu erreichen, die für die Produktionen unseres Rochenleders erforderlich ist. Neben der Qualität liegt die Einzigartigkeit des Galuchat-Finishs auch darin, dass jede Charge (aus Gewichts-, Oberflächen- und Kostengründen werden in der Gerberei nie weniger als 100 Häute pro Farbe verarbeitet) einen ganz leicht anderen Farbton als die nächste besitzt. Ebenso ist jede Haut aufgrund ihrer Perlenstruktur und Textur einzigartig.

Was alle unsere Häute gemeinsam haben, ist ihre Geschmeidigkeit, der Reichtum ihrer Farbe und die Qualität der fertigen Perlen. Diese drei Attribute haben es uns ermöglicht, uns von anderen zu unterscheiden.

 

EIN EINZIGARTIGES KNOW-HOW

Von Anfang an wussten wir, dass nur eine tadellose Qualität uns erlauben würde, Produkte zu schaffen, die sich von denen anderer Hersteller unterscheiden. Diese Qualität hängt in erster Linie von der sorgfältigen Vorbereitung und der absoluten Beachtung aller Details in jeder einzelnen Produktionsphase ab.

Die Häute, die eine sehr spezifische Fähigkeit erfordern, werden je nach dem Produkt, das sie bedecken werden, ausgewählt. Unsere Kunden bitten uns oft um Muster (Mosaike oder geometrische Formen) auf Schachteldeckeln, Tabletts oder Spielbrettern, die eine millimetergenaue Auswahl der richtigen Häute erfordern. Sie werden nach ihrer Maserung, ihrer Lage und ihrem Farbton ausgewählt, ähnlich wie ein Schreiner ein Intarsienwerk vorbereiten würde. Für jede Referenz gibt es, um Zeit und Material zu sparen, einen Satz von zwei oder drei gestanzten Stanzen. Die Formen, die sie erzeugen, werden dann von Hand geschärft. Das Schälen ist einer der wichtigsten Produktionsschritte, da die Qualität der Endbearbeitung eines Produkts vollständig davon abhängt und außerdem ein sehr spezifisches Know-how erfordert. Nach dem Schälen können die Häute geklebt und zusammengesetzt oder genäht werden.

Das Zusammenfügen der Lederstränge der Armbänder und Halsketten von Kante zu Kante ist ein absolutes Präzisionswerk. Es erfolgt Zentimeter für Zentimeter und endet mit einem Handschliff und einer abschließenden Politur, bei der nichts dem Zufall überlassen wird: Jedes fertige Stück durchläuft eine ebenso akribische wie sorgfältige Qualitätskontrolle, die uns eine weit unterdurchschnittliche Retourenquote ermöglicht. Egal, ob es sich um ein Armband, eine Halskette oder eine Handtasche handelt, die Qualität unserer Produktion hat Rochenleder noch nie so gut zur Geltung gebracht.

 

EINE EINZIGARTIGE GESCHICHTE

Obwohl Texte auf seine Verwendung im alten Ägypten und während der chinesischen Han-Dynastie hinweisen, stammen die ältesten Artefakte, bei denen Rochenhaut verwendet wurde, aus dem Japan des 8. Jahrhunderts, und zwar in Form von Tanto- und Katanagriffen und -scheiden sowie als Verzierung von Samurairüstungen. Zu dieser Zeit wurden die Häute nicht gegerbt und die Perlen nicht geschliffen, was den Gegenständen, die sie bedeckten, einen sehr guten Halt gab. Es war so rau, dass es von japanischen Schreinern lange Zeit auch als Schleifpapier verwendet wurde. In dieser Form findet man es auch heute noch in einigen Sushi-Restaurants, wo es zum Reiben von Wasabi verwendet wird.

Nach vielen Versuchen war der erste, dem es gelang, Rochenhaut zu gerben und zu färben, der Franzose Jean-Claude Galluchat (mit doppeltem L), ein Pariser Tapezierermeister, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Seine berühmteste Kundin, für die von ihm damit bezogenen Schmuckkästchen war Madame de Pompadour, Mätresse von König Ludwig XV. Getreu dem französischen Erbe in Sachen Luxusmanufaktur sind die Techniken, die das Atelier AKNAS für seinen Galuchat verwendet, dieselben, wenn auch weiterentwickelt, die Herr Galluchat akribisch entwickelt hat.

 ARTENSCHUTZ

Die von uns verarbeitete Rochenhaut sogenanntes Galuchat oder Shagreen ist vom Stachelrochen ( Dasyatis sephen ) und steht nicht unter Artenschutz. Es kann ohne CITES weltweit verschickt und importiert werden.

Es gibt 3 Arten von Rochen die unter Artenschutz stehen. Das ist der große Mantarochen, der Mobularochen und der Potamotrygon Süßwasserstachelrochen der in Brasilien vorkommt.

 

https://www.bfn.de/themen/cites/beschluesse-der-18-cites-cop/haie-rochen-und-seegurken.html

 

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